Schwangere Paare

Schwangerschaft - Aus der Dyade zur Triade
Schwangerschaftskurse für Paare in 1030 Wien

Unabhängig davon ob eine Schwangerschaft schon lange Zeit geplant, spontan entschlossen oder doch eher unerwartet kommt – bereits die Nachricht über eine eingetretenen Schwangerschaft setzt alle bisher gewohnten Lebensweisen außer Kraft. Wohl keine andere Nachricht hat eine so starke Auswirkung auf ein Paar, wie die plötzliche Konfrontation mit einer Schwangerschaft und dem ungeborenen Kind. Ambivalente Gefühle die zwischen unbeschreiblicher Freude, Großartigkeit aber auch Ängsten und Zweifeln schwanken, treten auf:

  • Was heißt eine Schwangerschaft für uns als Paar?
  • Werden wir gute Eltern sein? Werde ich eine gute Mutter sein und mein Partner ein guter Vater? Wird meine Parterin eine gute Mutter sein und ich guter Vater?
  • Wie soll es beruflich und finanziell weitergehen?
  • Wie soll ich mit meiner schwangeren Partnerin umgehen?
  • Was wenn unsere Vorstellungen über Familie und Erziehung auseinandergehen und wer entscheidet letztendlich, wenn es keine Einigkeit gibt?
  • Jeder gibt uns andere Ratschläge, auf wen sollen wir hören?
  • Wir haben unterschiedliche Religionen, wie erziehen wir unser Kind?
  • Wie beeinflusst seine/ihre und meine Familie unsere Entscheidungen und wollen wir das überhaupt?
  • Wir können unsere Freizeit nicht mehr so frei nutzen wie bisher, wird unsere Partnerschaft darunter leiden?
  • Bin ich dann nur noch Mama, nur noch Papa? Sind wir dann nur mehr Eltern?
  • Dürfen wir während der Schwangerschaft die Sexualität voll ausleben und (weiter) experimentieren?
  • Wie gehe ich mit dem Vorwurf vor, ich kümmere mich seit der Schwangerschaft zu wenig um meinen Partner/Partnerin?
  • Darf ich meine eigenen Bedürfnisse als Mann/Frau weiter befriedigen?
Schwangerschaftsgruppe für schwangere Paare

BUCHEN

Fragen, die die gewohnte Zweierbeziehung betreffen aber auch Fragen, was die Schwangerschaft ganz konkret für Änderungen nach sich ziehen wird, treten in den Vordergrund. Hat sich das Paar erst einmal entschieden die Herausforderung anzunehmen, sind die schwangeren Paare plötzlich mitten in die Welt der jungen werdenden Eltern eingetreten.
Ist die schwangere Frau mit hormonellen Veränderungen, Übelkeit und einer vollkommenen Neupositionierung in Bezug auf die Identität als Frau, Partnerin und Mutter beschäftigt, setzt sich der künftige Vater vielleicht eher mit den praktischen Aspekten wie dem klassischen“ Nestbau“ auseinander. Seine Auseinandersetzung mit der neuen Identität als Vater, muss unter Umständen in den Hintergrund geschoben werden. Gemeinsame Überlegungen über Karenzzeiten (Dauer, Teilung, etc.) können erwogen werden.
Das Paar nutzt die begrenzte Zeit zur Findung gemeinsamer Vorstellungen über Familie und Erziehung, über die Art und Weise wie sie als Familie in Zukunft leben möchten. Gleichzeitig ist dieses Paar jedoch auch mit Veränderungen ganz anderer Natur beschäftigt. Plötzlich treten längst vergessen geglaubte Normen der ursprünglichen Familie auf, die im Handumdrehen wieder an Bedeutung gewinnen. Konflikte entstehen, denn plötzlich gibt es zwei unterschiedliche Sichtweisen, die aufeinander prallen. Häufig ist eine gänzliche Einigkeit in Hinblick auf die zukünftige Familie und Erziehung kaum möglich. Kompromisse müssen gefunden werden auch wenn dies mit heftigen Auseinandersetzungen verbunden ist. Jeder der Partner ist mit neuen und alten Ängsten konfrontiert. So kann die Angst entstehen, dass eigene Vorstellungen und Überzeugungen zu kurz kommen könnten und vom Partner bzw. der Partnerin zunichte gemacht werden. Es können aber auch Ängste ganz anderer Natur zu Tage treten. Die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen bedeutet auch, seine eigenen Bedürfnisse hintan zu stellen und teilweise zu verzichten.
Die Vorstellung sich von der vollständigen Zweisamkeit zu verabschieden und einem Leben zu Dritt zu widmen, kann gemischte Gefühle hervorbringen:

  • Es ist oft unklar, was die Elternschaft für das Paar an sich bedeutet und wie sich intime Zweisamkeit und Sexualität verändern.
  • Es ist Unklar, wie die jeweiligen Partner damit umgehen plötzlich Mama und Papa zu sein. Was heißt das in Bezug zu den eigenen Eltern?
  • Wie kann mit dem Rollentausch (vom Kind zum Elternteil) konstruktiv umgegangen werden ohne in alte Muster der Eltern zu schlüpfen und dabei die Chance zu verpassen eigene, neue Wege zu entdecken?
Eine fundierte Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Partner bzw. der Partnerin ermöglicht es dem schwangeren Paar nicht in unbewusste und somit unverständliche Muster zu verfallen und zu wiederholen was wir aus eigener Kindheit als Negativ eingespeichert haben, aber uns vertraut ist. Das Schaffen einer eigenen, neuen Familie ist Chance und Risiko zugleich. Vielleicht ahnen wir das alle, wenn wir mit der Nachricht einer eingetretenen Schwangerschaft konfrontiert sind.
Das Seminar „Schwangere Paare“ bietet schwangeren Paaren eine Auseinandersetzung mit diesen und vielen anderen Themen, die gemeinsam mit der Schwangerschaft auftauchen können. Es verschafft der schwangeren Frau und dem werdenden Vater die Möglichkeit etwas besser zu verstehen wie weit und wie tief eine Schwangerschaft, sowie die künfitige Mutter- und Vaterschaft ihre Identität, ihr Leben, ihre Partnerschaft beeinflussen wird, aber auch welche Erwartungen das Paar und die Partner an ihr ungeborenes Kind haben. Durch dieses Verständnis soll den schwangeren Paaren ermöglicht werden, sich bewusster und konfliktfreier auf die Elternschaft vorzubereiten und dem Kind als das was es ist und nicht das was es sein muss freudig entgegen treten.
Inhaltsübersicht
  • Veränderung der Partnerschaft durch die Schwangerschaft
  • Intimität und Sexualität
  • Einfluss der individuellen Normen, Werte und Vorstellungen über Familie und Erziehung
  • Im Schatten der Herkunftsfamilie
  • Umgang mit der schwangeren Frauen
  • Bedürfnisse der schwangeren Männer
  • Einfluss der Gesellschaft
  • Elternschaft
  • Vaterschaft und Mutterschaft